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Vorstellungsgespräche

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Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch haben Sie das erste Teilziel Ihres Bewerbungsvorhabens erreicht - Ihre Unterlagen haben überzeugt - zumindest aber Interesse beim Empfänger geweckt.

Worauf kommt es jetzt noch an? Es geht nicht darum, Ihre schriftliche Bewerbung mündlich vorzutragen. Im Vorstellungsgespräch entscheiden andere Kriterien: Zu etwa 70% zählt nämlich Ihre Persönlichkeit und nur zu etwa 10% Ihre fachliche Kompetenz. Bleiben noch 20% für Ihre Leistungsmotivation, die Sie zeigen, vor allem glaubhaft vermitteln müssen.

Personalentscheider prüfen, ob Sie zum Unternehmen und in das vorhandene Team passen - persönlich und von den fachlichen Anforderungen her. Ihr Auftreten und der Eindruck, den Sie hinterlassen, entscheiden, ob Sie in den Augen des potenziellen Arbeitplatzanbieters der Richtige für die zu besetzende Position sind.

Erfolg im Vorstellungsgespräch hängt entscheidend davon ab, wie sympathisch Sie auf den Auswähler wirken. So gesehen sind die ersten Minuten eines Vorstellungsgesprächs von ganz besonderer Bedeutung. Hier geht es oftmals eher um Small Talk, vordergründig, das sollten Sie berücksichtigen.


1. Bereit für alle Fälle - Sicher durch gute Vorbereitung
2. Fit fürs AC - Seminare und Coaching
3. Der erste Eindruck - Gewinnen Sie von Anfang an
4. Die 10 wichtigsten Fragen 



 

1. Bereit für alle Fälle - Sicher durch gute Vorbereitung

Das Vorstellungsgespräch ist vergleichbar mit einer mündlichen Test- und Prüfungssituation, auf die Sie sich gut vorbereiten können. Nehmen Sie sich genügend Zeit, eine Strategie vorzubereiten. Denn Ihr Ziel ist es, ein wirksames Verkaufsgespräch über Ihre Person, Ihre angebotene Arbeitskraft zu führen. Das wird Ihnen umso besser gelingen, je überzeugender Sie sich und Ihre Fähigkeiten darstellen können: Sie sollten wissen,

  • wer Sie sind
  • was Sie können
  • was Sie wollen und
  • welche Probleme bei Ihrem potenziellen Arbeitgeber anstehen und welche Kompetenzen genau gefragt sind.

Denn dafür werden Sie eingestellt: Sie sollen helfen, Probleme zu lösen! Bewertet werden natürlich auch Ihr Aussehen, Ihr Auftreten, Ihre Art sich auszudrücken und Ihre allgemeinen "Manieren". Aber verdeutlichen Sie sich nochmals Ihre Ausgangssituation. Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch bringt man Ihnen Aufmerksamkeit entgegen. Wer jetzt als Bewerber diffus daherschwafelt, gar langweilt und nicht in der Lage ist, ein klares Bild von sich und seinen Fähigkeiten zu vermitteln, darf sich nicht wundern, wenn er durchfällt.

Besorgen Sie sich Material über das Unternehmen: Geschäftsberichte, Presseartikel etc. und schauen Sie auf die Website - dort finden Sie viele Informationen.

Bereiten Sie auch eigene Fragen vor. Durch kluge Fragen zeigen Sie Interesse und gestalten aktiv das Gespräch mit.

Planen Sie Ihre Anreise im Detail. Falls der Termin sehr früh am Morgen ist, sollten Sie vielleicht einen Tag früher anreisen und übernachten. Denken Sie bei der Zeitplanung an Verzögerungen durch Staus, lange Wege auf dem Firmengelände, Sicherheitskontrollen, usw.

Zum Gespräch bringen Sie eine Kopie Ihrer Bewerbung, die Stellenanzeige, die Einladung und eventuell den Personalfragebogen mit. Überlegen Sie sich bereits im Vorfeld, welche Gehaltsvorstellungen Sie haben, falls das Gespräch darauf kommen sollte.

 

2. Fit fürs AC - Seminare und Coaching

Die drei Essentials der Prüfungskriterien sind aus Arbeitgebersicht vor allem Persönlichkeit, Leistungsmotivation und Kompetenz. Vom Bewerber müssen diese Qualitäten während des gesamten Ausleseverfahrens als Signale ausgesendet werden, so dass sie beim AC-Veranstalter spürbar ankommen. Pluspunkte sammelt, wer in punkto Auftreten, Selbstsicherheit, Integrität und angemessenem Einfühlungsvermögen glänzen kann. Diese Fähigkeiten können durch ein professionelles Training geschult und gefördert werden, so dass ein AC mit der richtigen Vorbereitung mittels eines Seminars oder Einzeltrainings durchaus zu bewältigen ist. Nicht zuletzt erweitert es die realistische Selbsteinschätzung des Kandidaten und kann als Grundstock für die weitere Karriereplanung dienen.

Assessment Center Seminar - In der Gruppe üben
In Assessment Center-Seminaren werden alle wichtigen Übungen wie die Postkorbübung, Gruppendiskussion und Rollenspiel unter realistischen Bedingungen in der Gruppe trainiert. Dort werden die Teilnehmer zudem mit schriftlichen Tests vertraut gemacht und erlernen, wie sie sich souverän verhalten. Häufig werden auch Videoanalysen durchgeführt, die einen wertvollen Eindruck der Selbstdarstellung vermitteln. Die Trainer helfen dabei, eventuelle Defizite in Körpersprache oder Rhetorik zu erkennen und zu verbessern. In diesen Seminaren lernen die Teilnehmer in Gruppendiskussionen und Rollenspielen Ihre Kenntnisse in der Praxis umzusetzen. Ebenso wird geübt, eigene Standpunkte zu finden und sie überzeugend zu vertreten. Simulierte Stressinterviews und die Bearbeitung von Intelligenztests fördern die Stressfestigkeit und das Konzentrationsvermögen.

Vorteile:
  • gründliche Vorbereitung auf die gängigen Übungen
  • praxisnahe Durchführung und Simulation von AC-Aufgaben in der Gruppe
  • Trainer-, Gruppen- und Videofeedback
  • Reflektion der Stärken und Schwächen

Wenn Sie sich für ein Gruppenseminar interessieren, finden Sie hier aktuelle Angebote, Informationen und Seminartermine.

Assessment Center Coaching - Individuelles Einzeltraining
Neben Assessment Center Seminaren besteht die Möglichkeit, sich individuell und maßgeschneidert für das Assessment Center trainieren zu lassen. Das Einzel-Coaching wird dabei konkret auf die individuellen Bedürfnisse und das entsprechende Unternehmen zugeschnitten. Erfahrene AC-Trainer kennen die aktuellsten Übungen und sind bestens mit den von den unterschiedlichsten Unternehmen angewandten Assessment Centern vertraut, so dass Sie optimal auf Ihre spezifische Situation vorbereitet werden können. Außerdem können die Coachingtermine nach Absprache kurzfristig vereinbart werden.

In einem Vorbereitungsgespräch werden die Inhalte und Ziele des persönlichen Assessment Center Coaching detailliert abgestimmt. Die Dauer eines Einzeltrainings kann je nach Bedarf zwischen einem halben und einem ganzen Tag betragen.

Vorteile:
  • zielgerichtete und maßgeschneiderte Vorbereitung nach konkreten Bedürfnissen
  • Abstimmung der Ziele, Themenschwerpunkte und Aufgaben
  • praktische Durchführung und Übung von AC-Aufgaben
  • Trainer- und Videofeedback
  • Entwicklung einer persönlichen Bearbeitungs- und Lösungsstrategie
  • Reflektion Ihrer Stärken, Schwächen und Entwicklungspotenziale
  • kurzfristige und individuelle Terminvereinbarung

Weitere Informationen zum Assessment Center Training.

 

3. Der erste Eindruck - Gewinnen Sie von Anfang an

Innerhalb von 30 bis 100 Sekunden bildet sich der erste Eindruck, der sich nur selten revidieren lässt. Davon kann es abhängen, ob Sie in die engere Auswahl kommen oder nicht. Ob Ihr Gegenüber Sie sympathisch findet, entscheidet sich in diesen Sekunden.

Dieser erste Eindruck wird wesentlich bestimmt durch:

  • Ihre Erscheinung (Körperhaltung, Kleidung und Aussehen),
  • Ihre Mimik und Gestik,
  • Weniger durch "Was" als vielmehr dadurch, "Wie" Sie etwas sagen.

Es geht um Sympathiepunkte. Unerlässlich ist daher, dass Sie eine gepflegte Erscheinung abgeben - (die Dusche am Morgen versteht sich von selbst). Aktentasche oder Handtasche sind weder angestoßen noch aus billigem Plastik noch sind Ihre Schuhsohlen abgelaufen. Hände und Fingernägel müssen absolut sauber sein.

Als Bekleidungsmaßstab gilt die in dem Arbeitsbereich übliche Kleiderordnung. Orientieren Sie sich an einem typischen Mitarbeiter in der von Ihnen angestrebten Position. Grundsätzlich geht der Trend in vielen Branchen wieder zum konservativ-klassischen Outfit in gedeckten Farben und einfachen Schnitten und Formen.

 

4. Die 10 wichtigsten Fragen

Haben Sie schon verschiedene Vorstellungsgespräche geführt? Dann werden Sie vielleicht bemerkt haben, dass der Personalleiter bei der Firma A ganz ähnliches von Ihnen wissen wollte, wie der Gesprächspartner des Unternehmen B.

Die Gründe dafür sind einfach: Einerseits gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Fragen, die auf genau die Information abzielen, die Ihr potentieller Arbeitgeber braucht, um sich ein Bild von Ihnen zu machen. Zum anderen bereiten sich die Chefs oder Personalabteilungen ähnlich vor und lesen die gleichen Interviewleitfäden oder besuchen die gleichen Fortbildungen.

Der Fragenkatalog ist begrenzt und steht bereits vorher fest. Machen Sie sich daher mit diesen Standards vertraut und nutzen Sie die Chance, bereits vorab passende Antworten zu formulieren/überlegen/vorzubereiten.

Die zehn wichtigsten Fragen:

  1. Erzählen Sie uns etwas über sich! (Was für ein Mensch sind Sie?)
  2. Warum bewerben Sie sich für diese Aufgabe/Position?
  3. Warum sind Sie für uns der richtige Kandidat?
  4. Was erwarten Sie für sich, von uns, von dem Job?
  5. Was sind Ihre Stärken/Schwächen?
  6. Worauf sind Sie stolz, was sind Ihre Erfolge/Misserfolge?
  7. Was möchten Sie in 3/5/10 Jahren erreicht haben?
  8. Warum haben Sie diesen Beruf/Branche/Arbeitgeber/Arbeitsschwerpunkt bzw. Studium gewählt?
  9. Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
  10. Welche Fragen haben Sie an uns?

Das Fragenrepertoire für jede der zehn Phasen des Vorstellungsgespräches ist begrenzt. Für den Gesamt-Pool von maximal etwa 75 Fragen gilt: Nicht alle können Ihnen auf einmal in einem ersten Gespräch gestellt werden. Rechnen Sie mit einer Auswahl von etwa 20 bis 30 Fragen pro Interview. Die wichtigsten zehn Kernfragen kommen in fast allen Gesprächen zum Einsatz.

Aber auch durch eigene Fragen können Sie das Interview/Gespräch und dessen Verlauf entscheidend mit beeinflussen. Hilfreich ist es in jedem Fall, Frage- und Antworttechniken zu beherrschen und zu wissen, wie man auf unangenehme Fragen flexibel reagieren kann.

 Tipp: Auf zwei wichtige Situationen sind die meisten Bewerber oft schlecht vorbereitet.

Erstens: wenn sich plötzlich das Frage-Antwort-Spiel umkehrt und man selbst aufgefordert wird, Fragen zu stellen.
Zweitens: wenn es um die Frage nach den Gehaltsvorstellungen geht.

Informieren Sie sich also. Nur wer Bescheid weiß, kann auch Fragen stellen. Und wer keine Vorstellung hat, welches Gehalt der angestrebten Position entspricht, steht dumm da. Bedenken Sie stets: Nicht nur Sie selbst befinden sich im Vorstellungsgespräch auf dem Prüfstand, sondern auch Ihr potentieller zukünftiger Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Beide können sich unter Umständen als ganz schön neurotisch präsentieren/erweisen und dann ist es besser, Sie entscheiden sich gegen den Job.



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