
Noch vor wenigen Jahren kritisch beäugt, ist sie von den (virtuellen) Schreibtischen nicht mehr wegzudenken: die Onlinebewerbung. Etwa 60 Prozent aller Stellen wurden 2004 von den führenden Unternehmen in Deutschland mit Hilfe des Web besetzt, ein Jahr zuvor waren es erst 53 Prozent. Tendenz steigend. Zu diesem Ergebnis kam das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Frankfurt mit der Online-Jobbörse Monster bei einer Analyse von 2000 deutschen Unternehmen.
Allerdings: Online ist nicht gleich online. Zu unterscheiden ist nämlich die Bewerbung per E-Mail und die Bewerbung über die Bewerbercenter auf den Firmen-Homepages.
Einige deutsche Großkonzerne wie Lufthansa, Siemens, DaimlerChrysler oder Bayer nehmen Bewerbungen fast nur noch über diese beiden Wege entgegen. Die gemeinsame Studie "Trendbarometer Personalwesen 2005" vom Eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass zwei Drittel der Unternehmen das Onlineformular bevorzugen. Nicht einmal ein Drittel der Firmen kann sich dagegen für eine E-Mail-Bewerbung mit Anhängen begeistern.
Die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand: schnellere Bearbeitung, bessere Verwaltung und geringere Papierflut an Bewerbungsunterlagen und nicht zuletzt geringere Kosten. Entspricht eine Bewerbung nicht dem gesuchten Stellenprofil oder den gängigen Standards, landet sie ohne großen Aufwand per Mausklick im virtuellen Papierkorb.
Ihre Vorteile als Stellenbewerber: Sie sparen wertvolle Zeit im Wettlauf um den begehrten Traumjob und hohe Kosten für Bewerbungsmappe und Porto. Eine Onlinebewerbung nach allen Regeln der (Internet-)Kunst beweist Ihren sicheren Umgang mit einem Medium, dessen Beherrschung für viele Berufe fast schon Grundvoraussetzung ist. Über das Web und Ihre Mailadresse sind Sie immer und überall erreichbar und damit unabhängig von Orten und Mobilfunknetzen.
Das Internet steht zwar für Schnelligkeit, aber trotzdem haben auch Onlinebewerbungen nur Erfolg, wenn sie mit der gleichen Sorgfalt erstellt werden, wie die klassische Variante. Die Onlinebewerbung hat auch ihre Tücken: Viele E-Mails werden zudem von den Firewalls der Firmen ausgesondert oder aus anderen Gründen nicht bearbeitet - meist wegen der schlechten Qualität.
Ein Beispiel für eine gelungene
Bewerbungshomepage im Internet
1. Höflichkeit bleibt Trumpf
2. Auch Online in Top-Form!
3. Daten durchs Netz
4. Das Onlineformular
5. Online initiativ!
Viele Bewerber nehmen eine Onlinebewerbung auf die leichte Schulter, weil sie der recht lockere Umgang mit Etikette und formalen Standards im normalen E-Mail-Verkehr dazu verführt. Aber egal in welcher Form: Eine Bewerbung ist immer eine Arbeitsprobe und lässt auf Ihren Arbeitsstil schließen. Um von Ihren Qualitäten zu überzeugen, ist die Beachtung einiger Höflichkeitsstandards selbstverständlich.
Dazu gehört, sich im Vorfeld telefonisch zu erkundigen, ob eine E-Mail-Bewerbung überhaupt erwünscht ist (es sei denn, die Firma signalisiert das bereits durch ein Onlineformular oder eine ausdrückliche Angabe in der Stellenanzeige).
Fragen Sie auch nach dem gewünschten Dateiformat. Denn exotische oder virenanfällige Formate wie z. B. HTML werden entweder von den Firewalls der Firmen aussortiert oder kosten bei der Bearbeitung wertvolle Zeit.
Erkundigen Sie sich bei dieser Gelegenheit nach einem konkreten Ansprechpartner bzw. nach seiner E-Mail-Adresse. Lassen Sie sich notfalls die Adresse buchstabieren, damit Ihre E-Mail richtig ankommt. Oft genug scheitert das an einem fehlenden Punkt zwischen Vor- und Nachnamen o.ä. Eine persönliche Ansprache ist nicht nur Zeichen der Höflichkeit. Sie zeigt, wie bei der schriftlichen Bewerbung auch, Ihre Sorgfalt und Ihr Bemühen um Individualität. Mit einer zu allgemeinen Adresse wie info@firma.de irrt Ihre E-Mail nur zeitraubend durch sämtliche Abteilungen und kommt unter Umständen nie an ihrem Bestimmungsort an.
Wählen Sie Ihre eigene E-Mail-Adresse möglichst seriös. Der Nachname sollte auf alle Fälle enthalten sein - z. B. m.mustermann@yahoo.de. Adressen wie powermichel@hotmail.com sind tabu und tragen eher dazu bei, Sie früher als erwünscht aus dem Rennen zu werfen.
Erwähnen Sie Ihre vollständige Adresse im Briefkopf Ihres Anschreibens, in Ihrem Lebenslauf und auch im Betrefftext der E-Mail. So gewährleisten Sie, dass Ihr potentieller Arbeitgeber sich auf Wunsch bei Ihnen melden könnte und die Ihre Daten schnell finden kann.
Serienmails an alle Firmen der gewünschten Branche disqualifizieren Sie, und zeugen nicht von großem Einsatz um Ihren Traumjob und sind auch schnell als solche zu erkennen - vor allem, wenn peinlicherweise im Briefkopf oder im E-Mail-Kopf die anderen Adressaten erscheinen.
Eine gute Onlinebewerbung besticht schon durch ihre äußere Form - übersichtlich strukturiert und in perfekter Rechtschreibung. Lassen Sie Ihre Bewerbung notfalls gegenlesen. Und vor allem: Lassen Sie sich mit dem Abschicken Zeit. Genau wie auf traditionellem Wege sollten Sie die fertige Bewerbung mit etwas Abstand noch einmal kritisch durchlesen. So entdecken Sie noch Rechtschreibfehler oder schiefe Formulierungen. Lassen Sie sich nicht durch den Sende-Button dazu verführen, Ihre Mail zu früh abzuschicken. Behandeln Sie Ihre Onlinebewerbung so ernsthaft wie eine traditionelle Bewerbung, denn viele Firmen machen Ihre E-Mail sowieso dazu. Sie drucken sie nämlich aus und legen sie auf den Stapel mit den schriftlichen Bewerbungsmappen. Deswegen brauchen Sie im Textfeld Ihrer E-Mail nur kurz auf Ihre Bewerbung und die Anlage eingehen. Sie können den Text Ihres (nicht zu langen) Anschreibens wiederholen und einkopieren - auch das geht.
Punkten Sie schon beim Betreff: Erwähnen Sie darin unbedingt den Anlass Ihrer E-Mail - die Bewerbung. Sonst kann es Ihnen passieren, dass die Mail ungeöffnet in den Papierkorb verschwindet. Beziehen Sie sich auch auf die Stellenanzeige der Firma mit Datum und Kennziffer der Anzeige, z.B. Bewerbung als Koch m/w bei AHGZjobs vom 01.03.2007
Beginnen Sie Ihr Anschreiben mit einer persönlichen Ansprache und verwenden Sie die "Sie"-Form. Formulieren Sie es präzise, aber möglichst kurz. Beziehen Sie sich auch hier nochmals auf die Stellenanzeige. Bringen Sie Ihre Vorzüge buchstäblich auf den Punkt - aber immer so, dass sie im Zusammenhang mit dem gesuchten Stellenprofil stehen. Denn wie auch bei klassischen Bewerbungen nehmen sich Personalchefs oft nur wenige Minuten Zeit für die erste Durchsicht Ihrer Onlinebewerbung. Möchte die Firma nicht ausdrücklich die Zusendung Ihrer kompletten Unterlagen, genügt für Ihre Bewerbung neben dem Anschreiben meist der Lebenslauf. Erwähnen Sie aber unbedingt, dass Sie auf Nachfrage die kompletten Unterlagen auf schriftlichem oder virtuellem Weg nachreichen können.
Eine Unterschrift ist bei einer Onlinebewerbung nicht unbedingt erforderlich. Zwar wäre das durch die Möglichkeit des Scannens technisch kein Problem, viele Firmen halten aber bereits die Mühe, die Sie sich mit Ihrer Bewerbung gegeben haben, einer Unterschrift entsprechend.
Der Wunsch, aus der Menge der Bewerbungen herauszustechen, ist verständlich. Halten Sie sich trotzdem lieber in der optischen Aufmachung Ihrer Onlinebewerbung zurück. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind zwar unbegrenzt, Smileys oder bunte, blinkende Grafikelemente sind in diesem Rahmen aber eher unangebracht. Bleiben Sie bei der klassisch-schlichten Schwarz-Weiß-Variante und bestechen Sie eher durch Inhalt als durch die Aufmachung.
Haben Sie Ihre Bewerbung optimiert, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie so auch bei Ihrer Wunschfirma ankommt. Wählen Sie deswegen ein möglichst gängiges Dateiformat, das die korrekte Übermittlung gewährleistet und kein Sicherheitsrisiko darstellt - z.B. das .pdf-, .txt- oder .rtf-Format. Das .doc-Format ist zwar sehr geläufig, aber Layout und Formatierung bleiben häufig nicht erhalten. Außerdem ist es anfällig für Makroviren. Die richtige Formatwahl ist auch deswegen wichtig, weil einige Firmen bestimmte Formate nicht akzeptieren und sie auf Nimmerwiedersehen im virtuellen Papierkorb verschwinden. Ganz sicher gehen Sie mit einem Anruf bei der betreffenden Firma.
Um zu überprüfen, wie Ihre Bewerbung bei der Firma ankommt, schicken Sie sich erst einmal eine Testmail an sich selbst. Richten Sie sich dazu einfach eine zweite E-Mail-Adresse ein. Achten Sie übrigens darauf, dass Ihre E-Mail nicht umkränzt mit diversen Werbebannern beim Empfänger ankommt, wie das bei einigen kostenlosen Anbietern der Fall ist.
Eine weitere Garantie, Ihre Onlinebewerbung sicher ans Ziel zu bringen, gewährleistet der sparsame Gebrauch von Anhängen. Den Lebenslauf können Sie problemlos an das Anschreiben anfügen und in einem versenden. Verlangt die Firma Ihre kompletten Unterlagen, verwenden Sie ein Dateiformat, das Datenmassen möglichst komprimiert wie z.B. das .pdf-Format. Benennen Sie alle Anhänge mit Ihrem Namen, z.B. "Marc Muster Bewerbung Koch.pdf" oder "Marc Muster Zeugnisse Koch". Verschicken Sie aber keine Zeugnisflut, fügen Sie diese dann besser in eine Datei zusammen. Ihr Bewerbungsfoto schicken Sie nicht extra, sondern fügen es in den Lebenslauf. Alle Anhänge zusammen sollten 1 MB Datengröße nicht überschreiten. Aber: Je weniger, desto größer Ihre Chancen auf das Wohlwollen des Personalchefs! Wer sich online bewirbt, der sollte auch unter Beweis stellen, dass er das Medium und die dafür benötigte Technik beherrscht. Nichts bringt den Empfänger schneller zur Absage, als zu Beginn ein störendes Hindernis beim Lesen Ihrer Bewerbung.
Auf www.ahgzjobs.de können Sie sich kostenlos und professionell Ihre digitale Bewerbungs-Mappe inkl. Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Kopien von Schul-, Studien- und Arbeitszeugnissen, Bescheinigungen/Zertifikate anlegen. Melden Sie sich einfach kostenlos bei AHGZjobs als Bewerber an. Die Online-Bewerbungsmappe können Sie dann jederzeit den Unternehmen per Email zukommen lassen.
Wie erwähnt ist Onlinebewerbung nicht gleich Onlinebewerbung. Neben der Versendung Ihrer Bewerbung als E-Mail, die Ihrer persönlichen Gestaltungsfreude in einem bestimmten Rahmen überlassen ist, ist die Bewerbung über Onlineformulare eingeschränkter.
Diese "Maske" zur Eingabe der Bewerberdaten vereinfacht die schnelle und einfache Bearbeitung und eine problemlose Verwaltung erheblich und verhindert riesige Papierfluten. Außerdem kann ihr Fragenkatalog den jeweiligen Anforderungen des gesuchten Stellenprofils angepasst werden. So erhalten die Firmen alle Informationen, die sie brauchen und das Onlineformular wird zum perfekten "Filter" bei der Auswahl der passenden Bewerber. Stoßen Sie also auf ein Onlineformular, nutzen Sie es! Ignorieren Sie es nämlich, machen Sie dem Personalchef nur unnötige Arbeit und müssen außerdem damit rechnen, dass er Ihre Bewerbung ignoriert.
Aber Onlineformulare finden sich nicht nur auf den Firmenwebsites. Sie helfen Ihnen in einem weit größeren Rahmen bei Ihrer Stellensuche - auf den Webseiten der meisten Stellenbörsen. Sie bieten Ihnen dort die Möglichkeit, anonym, mit einem geschützten Passwort und kostenfrei Ihre persönliche Stellenanzeige oder Ihren Lebenslauf mittels eines solchen Formulars einzustellen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, sich mit überzeugenden, gut formulierten Argumenten einem großen Kreis von Interessenten als viel versprechenden potentiellen Mitarbeiter vorzustellen. Registrierte Firmen haben dann die Möglichkeit, sich in dieser Bewerberdatenbank Ihren Lebenslauf anzusehen und bei Interesse über die Stellenbörse mit Ihnen in Kontakt zu treten. Die Stellenbörsen fungieren dabei sozusagen als Vermittler und geben Ihre Daten nur nach Rücksprache mit Ihnen und mit Ihrer ausdrücklichen Genehmigung weiter. Sie entscheiden, wie bei einer Stellenanzeige über Chiffre, ob Sie mit der betreffenden Firma in Kontakt treten wollen oder nicht.
Unternehmen, die eine Online-Bewerbung favorisieren, weisen in der Regel auf ihrer Internet-Seite ausdrücklich darauf hin. Wenn ein Unternehmen eine Postadresse nennt, verlangt es meist eine Papierbewerbung. Großunternehmen wie Siemens oder Lufthansa haben eigene Job-Portale, zu denen die Einstiegsseite der Konzerne führt. Darauf müssen Formulare ausgefüllt werden. Vor allem Computer- und Software-Unternehmen, Banken und Versicherungen bevorzugen oft Online-Bewerber.
Die Onlinebewerbung eignet sich auch perfekt für eine Initiativbewerbung. Denn auch für diesen Fall sind Onlineformulare gedacht. Mit einer Initiativbewerbung per Internet zeigen Sie neben Eigeninitiative auch Ihre Kenntnisse im Umgang mit den neuen Medien und den gängigen Trends rund um die Bewerbung. Für diese Form der Bewerbung gilt: Überlegen Sie eine knackig-kurze und präzise formulierte Eigenwerbung für sich und Ihre Talente und wecken Sie damit (berufliche) Gelüste. Aber auch hier gilt: Verführen Sie verbal und nicht mit grafisch "übertunter" Aufmachung! Anschreiben, Lebenslauf und der Hinweis darauf, bei Interesse Ihre restlichen Unterlagen nachzureichen, genügen.
Für die Initiativbewerbung ist es ganz besonders wichtig, den richtigen Ansprechpartner und seine E-Mail-Adresse (z.B. per Telefon) herauszufinden. Weil niemand mit Ihrer Bewerbung rechnet, kann es sonst leicht passieren, dass sie sang- und klanglos im Mail-Dschungel der Firma untergeht.
Auf www.ahgzjobs.de können Sie sich kostenlos und professionell Ihre digitale Bewerbungs-Mappe inkl. Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Kopien von Schul-, Studien- und Arbeitszeugnissen, Bescheinigungen/Zertifikate anlegen. Melden Sie sich einfach kostenlos bei AHGZjobs als Bewerber an. Die Online-Bewerbungsmappe können Sie dann jederzeit den Unternehmen per Email zukommen lassen.
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