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Ihre Bewerbungsunterlagen

Weichensteller für Ihre Zukunft


Gut formulierte und optisch ansprechende Bewerbungsunterlagen können einen potentiellen Arbeitgeber davon überzeugen, dass Sie in den engsten Kreis der geeigneten Bewerber für seine freie Stelle gehören. Sind sie dagegen unvollständig, lieblos und schlecht präsentiert, der Inhalt zu allgemein, farblos oder schlecht formuliert, kann es Ihnen passieren, dass Sie aus dem Rennen sind - und schlimmstenfalls nie erfahren, warum.

Jeder, der sich mit dem Thema Bewerben beschäftigt weiß, dass es keine leichte Sache ist, eine überzeugende Bewerbung zu schreiben. Das kostet vor allem viel Zeit, Nachdenken und Arbeit. Eine Idealbewerbung mit Erfolgsgarantie gibt es allerdings nicht. Denn jede Bewerbung ist so individuell wie die Person, die dahinter steht. Ihre Bewerbung soll Ihre gesamte Person verkörpern. Sie soll neben Ihrem Können, Ihre Erfahrungen vor allem Ihre Ziele und Motivation zum Ausdruck bringen. Zuletzt soll sie dem Leser auch einen Blick auf Ihre Persönlichkeit ermöglichen - nicht nur auf Ihr Foto!

Die folgenden Tipps unterstützen Sie, eine überzeugende Bewerbung zu erstellen.


1. Klassiker schriftliche Bewerbung - Mit System zum Traumjob
2. Das Anschreiben - Erster Einblick
3. Der Lebenslauf - Kompetenzen im Überblick
4. Zeugnisse - Belege Ihrer Fähigkeiten
5. Das Bewerbungsfoto - Sympathie als Türöffner
6. Das Deckblatt - Vorgeschmack auf mehr
7. Die dritte Seite - Ihr persönliches Extrablatt
8. Auf den Punkt gebracht - Die formalen Standards



 

1. Klassiker schriftliche Bewerbung - Mit System zum Traumjob

Die klassische schriftliche Bewerbung ist nach einem bewährten System aufgebaut. Hat man dies erst einmal durchschaut, funktioniert es eigentlich nach relativ einfachen Regeln. Es beginnt damit, dass Sie in den meisten Stellenanzeigen dazu aufgefordert werden, "vollständige Unterlagen" einzureichen.

"Vollständig" ist Ihre Bewerbungsmappe, wenn sie folgende Unterlagen enthält:

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf
  3. Foto
  4. Kopien von Schul-, Studien- und Arbeitszeugnissen
  5. Bescheinigungen/Zertifikate
  6. Sonstiges (Arbeitsproben, Referenzen etc.)

Auf www.ahgzjobs.de können Sie sich kostenlos und professionell Ihre digitale Bewerbungs-Mappe inkl. Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Kopien von Schul-, Studien- und Arbeitszeugnissen, Bescheinigungen/Zertifikate anlegen. Melden Sie sich einfach kostenlos bei AHGZjobs als Bewerber an. Die Bewerbungs-Mappe können Sie dann einfach ausdrucken und sich postalisch bei den Unternehmen bewerben.

Raten Sie einmal, wie lange sich ein Personalchef mit der ersten Durchsicht Ihrer Bewerbung beschäftigt? Klicken Sie die auf richtige Antwort!

Im Gegensatz zu einem Personalchef sollten Sie sich sehr viel Zeit für Ihre Bewerbung nehmen. Planen Sie für Ihr "Erstlingswerk" 20 bis 40 Stunden ein. Gerade, wenn Sie selten schriftlich arbeiten, wird Sie das Formulieren anfangs Zeit kosten. Kalkulieren Sie auch Zeit mit ein, in der Sie die fertigen Unterlagen liegen lassen, ohne etwas daran zu tun. Sie können sie dann etwas objektiver nochmals durchlesen und stoßen schneller auf eventuelle Fehler oder Widersprüche. Empfehlenswert ist auch, sie an vertraute dritte Personen zum Korrekturlesen weiterzureichen. Auch das braucht Zeit. Sind Sie schon etwas routinierter, wird sich Ihr Zeitaufwand entsprechend verkürzen.

 

2. Das Anschreiben - Erster Einblick

Mit dem Anschreiben bringen Sie Ihre Bewerbungsmotivation, genau bei diesem Unternehmen arbeiten zu wollen, auf den Punkt. Es sollte maximal eine DIN-A4-Seite lang, übersichtlich, mit Datum sowie allen Empfänger- und Absenderangaben versehen sein. Formatieren Sie das Anschreiben in der gleichen Schrift wie den Lebenslauf, auch die Ränder und Zeilenabstände sollten gleich sein, damit sich ein einheitliches Bild ergibt.

Eine Betreffzeile ohne das ausgeschriebene Wort "Betreff" gliedert den Brief und hilft dem Leser bei der Orientierung.


  Bewerbungsschreiben/AnschreibenSchema ansehen (PDF)

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Der richtige Einstieg

Ganz wichtig ist es, den Adressaten Ihrer Bewerbung namentlich anzusprechen. Die einstige Standardformulierung "Sehr geehrte Damen und Herren" hat ausgedient und zeigt heute nur noch Desinteresse oder mangelnde Motivation, den eigentlichen Adressaten herauszufinden. Ist der Name nicht in der Stellenanzeige erwähnt, empfiehlt sich ein Anruf in der Telefonzentrale des entsprechenden Unternehmens.

Der erste Satz ist immer der Schwerste. Das geht auch dem erfolgreichsten Schriftsteller so. Denn die ersten Worte entscheiden darüber, ob sich der Leser für das, was Sie ihm im Folgenden zu bieten haben, interessiert oder nicht. Mit dem klassischen "Hiermit bewerbe ich mich..." werden Sie ziemlich sicher die Hoffnungen eines Personalchefs im Keim ersticken, dass Sie zu den höchstens 50 Prozent der Bewerber gehören, die um eine individuelle und originelle Vorstellung ihrer Person bemüht sind. Sein Interesse an Ihnen wird naturgemäß nicht das größte sein.

Aber keine Bange. Den wenigsten gelingt es, mit dem ersten Satz preisverdächtig einzuschlagen. Die Ansprüche der Personaler sind gar nicht so hochtrabend. Zwischen genial und platt ist aber eine große Spanne, also suchen Sie nach einem spannenderen Einstieg, damit Sie eine gute Chance haben, sich von der Masse der Mitbewerber abzuheben und einen "Aufmerksamkeitsvorschuss" von Ihrem potentiellen Arbeitgeber zu bekommen.

Der berühmte erste Satz zeigt Wirkung, wenn Sie direkt den Bezug zwischen Ihrer Qualifikation und dem Unternehmen herstellen. Außerdem stellen Sie damit Ihr Engagement bei Ihrer Jobsuche unter Beweis. Was Sie formulieren, bleibt Ihnen überlassen: Ein Satz, warum Sie das Unternehmen fasziniert, kann genauso interessant sein wie eine Aussage, die Sie zu sich selbst treffen. Wichtig: In der Kürze liegt die Würze. Kurze erste Sätze wirken fast immer besser als komplizierte Bandwurm-Konstruktionen.

Allerdings gibt es leider keinen allgemeingültigen Mustersatz, der immer passt. Denkbar sind folgende Beispiele:

  • "Sie sind ein Unternehmen, das..., ich biete Ihnen...."
  • "Ihr Stellenprofil, das Sie in Ihrer Anzeige vom... beschreiben, hat meine Aufmerksamkeit erregt, weil es meinen beruflichen Interessen sehr entgegenkommt."
  • "Ich bin seit langer Zeit sehr an der Entwicklung Ihres Unternehmens interessiert..."
  • "Bei meiner Internetrecherche bin ich auf der Seite (Ihrer Firma, der Arbeitsagentur, der Jobbörse XY etc.) auf Ihre Suche nach einem XY gestoßen."
  • "Sie brauchen einen qualifizierten Mitarbeiter mit Kenntnissen in XY. Gerne möchte ich mich Ihnen als Bewerber vorstellen."

Ein Vorteil für einen gelungenen Einstieg ist, wenn Sie empfohlen worden sind oder vorher einen persönlichen Kontakt mit der Firma hatten - durch ein vorausgegangenes Telefonat, ein Gespräch auf einer Messe, bei einem Kongress etc.

  • "Ich möchte mich für das freundliche und informative Telefonat sehr herzlich bei Ihnen bedanken. Es hat mich darin bestärkt, mich für die ausgeschriebene Stelle als XY zu bewerben."
  • "Der Grund, weswegen ich mich bei Ihnen vorstellen möchte, ist... (Übereinstimmung von Spezialgebieten, Arbeitsphilosophie etc.) Ich kenne Ihr Unternehmen durch..."
  • "Auf der XXX Messe hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit XY/Ihnen über YZ. Das hat mich dazu motiviert, mich bei Ihnen als ZZ zu bewerben."
  • "Auf Empfehlung von Frau XY möchte ich mich Ihnen als YZ vorstellen..."

Halten Sie die Spannung, indem Sie mit kurzen, aber überzeugenden Argumenten dem Personalchef darlegen, weshalb Sie für die ausgeschriebene Stelle die richtige Besetzung sind. Begründen Sie Ihre Überzeugung mit Ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und Qualitäten, die natürlich zu dem Stellenprofil passen. Wiederholen Sie aber nicht Ihren Lebenslauf.

Ein großer Pluspunkt ist es, die Erkenntnisse Ihrer Recherche über das Unternehmen in Ihren Text mit einfließen lassen. Das beweist Ihr wirkliches Interesse und zeigt Ihr Bemühen um Individualität. Das gelingt Ihnen mit plausiblen Gründen, warum Sie gerade für diese Firma arbeiten wollen. Bleiben Sie dabei aber glaubwürdig.

Zu Ihrer Person

Konkretes Interesse an Ihrer Person wecken Sie dann mit einem der folgenden Sätze:

  • "Kurz zu meiner Person..."
  • "Im Sommer nächsten Jahres werde ich mein Abitur absolvieren. Meine Hauptfächer sind... Gerne würde ich meine erworbenen Kenntnisse in diesen Bereichen durch eine Ausbildung zum... erweitern."
  • "Ich bin... Jahre alt und habe das XY-Studium erfolgreich abgeschlossen. Da mich Ihr Unternehmen schon seit längerer Zeit interessiert, würde ich gern mein Wissen und mein Engagement/Können bei Ihnen einbringen und meine Fähigkeiten weiterentwickeln."
  • "Als frisch diplomierte Betriebswirtin (Abschlussnote 2,3) möchte ich mein theoretisches Wissen um die praktische Erfahrung erweitern und meine große Einsatz- und Lernbereitschaft in Ihre Firma einbringen..."
  • "Sowohl meine Ausbildung als auch mein bisheriger beruflicher Werdegang waren international ausgerichtet. Beides könnte ich als solide Grundlage für die Position des Sales Manager in Ihrer weltweit erfolgreich agierenden Unternehmensgruppe einbringen."
  • "In den letzten Jahren habe ich besonders meine Fähigkeiten als... in den Bereichen der... unter Beweis stellen können."

Seien Sie jedoch in Ihrer Selbstdarstellung nicht überheblich, aber auch nicht bittstellerisch. Vermeiden Sie eine Aneinanderreihung von leeren Floskeln, wie teamorientiert, hoch motiviert oder zielstrebig. Ohne belegende Beispiele verärgern Sie eher den Leser.

Der Schlussteil

Im Schlussteil sollten Sie, wenn gefordert, Ihre (Jahres-)Gehaltsvorstellung inklusive Verhandlungsspielraum erwähnen. Sonst laufen Sie Gefahr, nicht in die engere Wahl zu kommen. Signalisieren Sie Ihr Interesse an einem Vorstellungsgespräch.

  • "Meiner beruflichen Erfahrung in der angestrebten Position angemessen, stelle ich mir ein Jahresgehalt von ... bis ... Euro vor."
  • "Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich."
  • "Für alle weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung."
  • "Ich hoffe, ich habe Ihr Interesse an einem persönlichen Kennenlernen geweckt und freue mich darauf."

Verabschieden Sie sich mit der Formel "Mit freundlichen Grüßen" (ggf. "aus..."). Vermeiden Sie Formulierungen, die allzu vertraulich ("Herzlichst Ihre...") oder altmodisch ("Hochachtungsvoll") sind.

Beschränken Sie sich auf maximal zehn Sätze. Der Personalchef wird es Ihnen danken. Sehen Sie das Anschreiben als Werbung für Ihre Person, Ihren Werbebrief. Lesen Sie Ihr Anschreiben mehrfach Korrektur, lassen Sie es am besten auch von einem Bekannten gegenlesen. Nichts wirkt auf Personaler so unprofessionell wie sich aneinanderreihende Rechtschreibefehler. Sie haben Ihr Anschreiben fertig? Dann gehen Sie es nochmals durch und prüfen Sie jeden Satz nochmals.

  • Absender und Adresse vollständig und richtig?
  • Geben Sie Ihre vollständige Adresse (inkl. Telefonnummer) an.
  • Achten Sie beim Adressaten darauf achten, den Ansprechpartner zu nennen, falls er aus der Stellenanzeige hervorgeht. Ansonsten schreiben Sie "Personalabteilung".
  • Ist eine Bezugszeile aufgeführt? Man schreibt heute nicht mehr "Betreff: ?", sondern "Ihre Stellenanzeige in? vom? als?"
  • Ist die Anrede korrekt? Prüfen Sie, ob der Namen des Verantwortlichen richtig geschrieben ist und achten Sie darauf, evtl. auch den Titel mit anzugeben, z.B. Sehr geehrter Herr Dr. Weidenfels, ...
  • Haben Sie Ort und Datum korrekt?
  • Sind Sie auf alle geforderten Angaben, wie frühester Eintrittstermin, Gehaltsvorstellung eingegangen?
  • Ist ein Hinweis auf die Anlagen aufgeführt? (Das Wort Anlagen reicht)
  • Haben Sie das Anschreiben (am besten mit blauer Tinte) unterschrieben?
 

3. Der Lebenslauf - Kompetenzen im Überblick

Mit Ihrem Lebenslauf liefern Sie den Beweis für Ihre Argumentation, geeigneter Kandidat für die ausgeschriebene Stelle zu sein. Er zeigt dem Personalchef Ihren beruflichen Werdegang und Ihre erworbenen Fähigkeiten auf einen Blick. Die computergeschriebene tabellarische Form ist dabei Standard. Eine ausformulierte, handgeschriebene Lebensgeschichte zeigt zwar wahren Einsatz, kostet dem Leser aber Zeit und lässt ihn an Ihrem Blick für das Wesentliche zweifeln. Sollte doch einmal ein handgeschriebener Lebenslauf verlangt sein, möchte der Personalchef über Ihre Handschrift etwas über Ihre Persönlichkeit erfahren.


 Lebenslauf-Schema ansehen (PDF) 

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Inhalt des Lebenslaufs:

  • Persönliche Daten (Vor- und Zuname, Geburtsdatum und -ort) Angaben zum Familienstand sind nicht zwingend, Erwähnung der Eltern und Geschwister nicht mehr üblich. Auch die Erwähnung Ihrer Nationalität ist überflüssig, wenn Sie aus Deutschland sind und einen typischen Namen haben.
  • Schulbildung (absolvierte Schulen und Abschlüsse) Bewerber mit langjähriger Berufserfahrung sollten allerdings auf die Angabe der Grundschule etc. verzichten.
  • Hochschulstudium (Fächer, Universität, Abschlüsse, Thema der Abschlussarbeit)
  • Berufsausbildung (Art der Berufsausbildung, Ausbildungsfirma und -Institutionen mit Ortsangabe)
  • Berufstätigkeit (Position, Art der Tätigkeit, Arbeitgeber mit Ortsangabe)
  • berufliche Weiterbildung (nur im Zusammenhang mit Ihrem Beruf)
  • außerberufliche Weiterbildung, Fremdsprachen und Computerkurse sind immer gern gesehen, Ihre Kenntnisse über das Leben nach den Mondphasen sollten Sie lieber für sich behalten
  • Sonderinformationen (z. B. Auslandsaufenthalte)
  • Besondere Kenntnisse (z. B. Fremdsprachen, EDV etc.)
  • Hobbys/Interessen (ehrenamtliches, soziales Engagement, Sport, Politik etc.)
  • Ort, Datum, Unterschrift (leserlich und mit blauer Tinte)

Die zwei Varianten einer gelungen Präsentation

Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten, Ihren Lebenslauf zu gliedern.

Mit einem chronologischen Lebenslauf schildern Sie Ihren beruflichen Werdegang in zeitlicher Abfolge - wahlweise vom Beginn bis zu Ihrer letzten Station (deutsche Form) oder umgekehrt (amerikanische Form). Die amerikanische Form hat ihren Vorteil, weil die Aufmerksamkeit des Personalchefs anfangs am größten ist und er die aktuellsten Informationen über Ihre beruflichen Stationen so am schnellsten erhält.

Haben Sie Lücken in Ihrem Lebenslauf oder weist er keine Geradlinigkeit in Ihrer beruflichen Orientierung auf, empfiehlt sich die zweite Variante - das Arbeiten mit Oberbegriffen. Dabei ordnen Sie Ihr Berufsleben nach bestimmen Themenschwerpunkten wie Ausbildung, berufliche Stationen, besondere Fähigkeiten etc. Mit dieser Methode fallen zeitliche "Löcher" oder ein fehlender "roter Faden" nicht so schnell ins Auge.

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden: Richten Sie sich in der Auswahl Ihrer Angaben immer nach dem verlangten Stellenprofil und bringen Sie auch Ihre Motivation und Lernbereitschaft immer damit in Zusammenhang. Ihr Lebenslauf sollte dabei vier Seiten nicht überschreiten.

 

4. Zeugnisse - Belege Ihrer Fähigkeiten

Für jeden Kurs, für jede Teilnahme an Veranstaltungen, Seminaren etc. gibt es mittlerweile Zeugnisse und Zertifikate. Je mehr Interesse Sie an der Erweiterung Ihres Horizonts haben, desto besser für Sie und für Ihre beruflichen Chancen. Für Ihre Bewerbungsmappe sind aber lediglich die Zeugnisse interessant, die für die optimale Erfüllung der angestrebten Stelle wichtig sind - relevante Schul- und Studienabschlüsse, Zeugnisse von Weiterbildungsmaßnahmen, die Ihre Qualifikation für die Stelle unterstreichen und Arbeitszeugnisse der beruflichen Stationen, die Ihre Erfahrung im angestrebten Bereich dokumentieren.

Unterschätzen Sie die Wirkung eines Zeugnisses nicht. Denn es spiegelt entweder eine sachlich-objektive Bewertung Ihrer Leistung (Schul- und Anschlusszeugnis) oder die berufliche Einschätzung Ihrer Fähigkeiten durch Dritte (Referenzen) wider. Außerdem sind sie sichtbarer Beweis Ihrer immerwährenden Lernbereitschaft (Zertifikat der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen) - besonders wichtig, wenn Sie etwas älter sind.

Faustregel: Es gelten nur Abschlusszeugnisse - am besten nur das jeweils letzte. Legen Sie Schul- und Studienzeugnisse nur in Kopie bei!

Liste der relevanten Zeugnisse:

  • Schulabschlusszeugnis
  • ggf. Ausbildungsabschlusszeugnis
  • ggf. Hochschulzeugnis/Diplom
  • ggf. aussagekräftige Praktikumnachweise
  • ggf. Arbeitszeugnisse
  • besondere Zertifikate über Fort- und Weiterbildungen
  • Referenzen (Ihres letzten Chefs, Ihres Professors, Ihrer Auftraggeber)
 

5. Das Bewerbungsfoto - Sympathie als Türöffner

Mit einem gelungenen Bewerbungsfoto kann sich ein potentieller Arbeitgeber im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von Ihnen machen. Es geht dabei nicht um einen Schönheitswettbewerb, sondern um etwas viel Wichtigeres: Sympathie. Denn für einen Personalchef ist nicht nur Ihre fachliche Kompetenz, sondern auch Ihre persönliche Ausstrahlung wichtig. Passen Sie von Ihrem Typ her in die Firma? Sieht man Ihnen an, dass Sie auch schwierige Anforderungen souverän meistern werden? Vermitteln Sie Energie und Leistungsbereitschaft?

Sind Sie dem Betrachter sympathisch, sieht ein Personalchef vielleicht großzügiger über kleinere Mängel in Ihrem Lebenslauf hinweg (z.B. wenig Berufserfahrung oder kleinere Lücken im Lebenslauf etc.), wenn er Ihnen aufgrund Ihrer Ausstrahlung zutraut, trotzdem auch schwierige Situationen an Ihrem neuen Arbeitsplatz bestmöglich zu meistern.


  Beispiele für gelungene Bewerbungsfotos können Sie im Kontext eines Deckblattes für eine Bewerbung betrachten.

Ein Foto, das all das schafft, lassen Sie am besten einen professionellen Fotografen machen. Folgende Tipps helfen Ihnen bei der Vorbereitung für Ihr perfektes Foto:

  • Der richtige Zeitpunkt
    Wählen Sie für den Fototermin einen Tag, an dem Sie sich gut in Form fühlen. Mit dickem Kopf oder (psychischem oder zeitlichen) Druck im Nacken wird es Ihnen schwer fallen, das nötige Selbstbewusstsein zu vermitteln, ohne aufgesetzt zu wirken.
  • Der richtige Gesichtsausdruck
    Vielen Menschen ist es unangenehm, fotografiert zu werden. Denken Sie einfach dabei an die positiven Folgen, die eine erfolgreiche Bewerbung für Sie hat - neue, spannende Aufgaben, ein gesichertes Einkommen, die Anschaffung eines neuen Autos etc. Das wird sich auch in Ihrem Gesichtsausdruck widerspiegeln. Unterstützen Sie das, indem Sie direkt in die Kamera sehen und so lächeln, als hätten Sie Ihren Arbeitsvertrag schon in der Tasche.
  • Die richtige Kleidung
    Wählen Sie ein möglichst modisch-dezentes Outfit für Ihr Foto, das sowohl zu Ihrem Typ als auch zu der betreffenden Stelle passt. Sind Sie sich unsicher, holen Sie sich den Rat eines Freundes oder des Fotografen ein. Es empfiehlt sich, eine Auswahl an Kleidungsstücken mitzunehmen, falls Sie sich bei unterschiedlichen Arbeitgebern bewerben wollen. Es passt nicht jede Kleidung zu jedem Betrieb. Achten Sie auf Sauberkeit und vor allem auf dezente Farben.
  • Das richtige Erscheinungsbild
    Sorgen Sie für eine gepflegte Erscheinung. Dazu gehört eine frische Rasur und eine gutgeschnittene Frisur, die Ihr Gesicht zwar umrahmt, aber nicht verhüllt. Vor allem die Augen sollten gut zu sehen sein. Für die Damen empfiehl sich ein dezentes Make-Up und eine schlichte Frisur. Denn ein Personalchef möchte Sie gern wiedererkennen können.
  • Die richtige Wahl - Farbe oder Schwarz-Weiß?
    Das bleibt natürlich Ihnen überlassen. Psychologen haben jedoch festgestellt, dass Schwarz-Weiß-Fotos sympathischer wirken und eher die Neugierde wecken. Ist Ihnen Farbe lieber, sind dezente Farben natürlich umso wichtiger.
  • Das richtige Format
    Das Idealformat für Ihr Bewerbungsfoto ist sechs mal vier Zentimeter. Ist Ihr Foto größer oder kleiner, lässt das eventuell auf eine Über- oder Unterschätzung Ihrer Person schließen. Ein Manager, der sich mit einem fingernagelgroßen Foto bewirbt, wird entweder als geizig oder als wenig selbstbewusst eingestuft werden. Einer Aushilfskraft, die sich mit einem halbseitigen Foto bewirbt, wird man einen Hang zum Größenwahn unterstellen.
  • Die richtige Platzierung
    Gönnen Sie Ihrer Ausstrahlung den nötigen Raum. Ein Deckblatt ist der richtige Platz, um sie voll zur Geltung kommen zu lassen, ohne dass allzu viel Text von Ihrem Gesicht ablenkt. Sie können das Foto natürlich auch an einem anderen Ort platzieren - im Lebenslauf beispielsweise.

Machen Sie sich selbst ein Bild von den Möglichkeiten und entscheiden Sie, was am besten zu Ihnen passt.

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6. Das Deckblatt - Vorgeschmack auf mehr

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Ihre Bewerbungsmappe wohltuend optisch aus der Masse herauszuheben und diesen kleinen, aber entscheidenden Vorteil auch noch effizient für sich zu nutzen. Dazu gehört das Deckblatt. Es ist Ihrem Lebenslauf vorgeschaltet und ist, wie erwähnt, der geeignete Ort für Ihr Bewerbungsfoto und Ihre wichtigsten persönlichen Daten (Name, Adresse, Beruf). Damit machen Sie einen Personalchef neugierig, geben ihm aber auch einen Moment Gelegenheit, sich auf die folgende "Informationsflut" einzustellen. Den selben Zweck erfüllt (bei größerer Seitenzahl) ein Inhalts- oder ein Anlagenverzeichnis.

 

7. Die dritte Seite - Ihr persönliches Extrablatt

So, wie eine Zeitung besondere Anlässe in einer Extrabeilage würdigt, können Sie Ihre Besonderheiten auf der "dritten Seite" hervorheben. Damit werden Sie ganz sicher aus dem Rahmen des Üblichen fallen und schon dadurch den Personalchef dazu bewegen, sich mit Ihrer Person näher zu befassen. Vertiefen Sie hier Aspekte Ihrer beruflichen Laufbahn oder persönliche Eigenschaften, Vorlieben und Argumente, die Ihre Eignung für die ausgeschriebene Stelle nochmals unterstreichen. Sie können dafür einen etwas persönlicheren Schreibstil wählen. Damit geben Sie Ihrem potentiellen Chef einen kleinen Einblick in Ihre Persönlichkeit und eine Chance, zu beurteilen, ob Sie in die Firma passen. Diese Seite kann ein wahrer "Sympathiebeschleuniger" sein. Wird in der Stellenanzeige eine Handschriftenprobe verlangt, ist das der perfekte Rahmen dafür.

Mögliche Überschriften sind:

"Was Sie sonst noch von mir wissen sollten"
"Zu meiner Person"
"Was sich hinter den Fakten verbirgt"

Nützliche Tipps für die "dritte Seite":

  • Für Ihre "dritte Seite" verwenden Sie am besten dasselbe Papier wie für Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf. Das verdeutlicht die formale und inhaltliche Zugehörigkeit. Für die restlichen Anlagen, wie Zeugniskopien etc. können Sie ruhig ein anderes Papier verwenden, wie z.B. einfaches weißes Fotokopierpapier.
  • Achten Sie darauf, dass der Inhalt der "dritten Seite" zu dem Stellenprofil passt und sich nicht den Aussagen und Daten der anderen Unterlagen widerspricht.
  • Nicht alle Personalchefs sind spontan von so einer Hervorhebung der eigenen Person begeistert. Präsentieren Sie sich aber mit plausiblen, glaubwürdigen und spannenden Argumenten. Gnadenlose Selbstüberschätzung ist hier fehl am Platz.
 

8. Auf den Punkt gebracht - Die formalen Standards

  • Verwenden Sie grundsätzlich weißes, unliniertes Papier. Für das Anschreiben, den Lebenslauf, ggf. die "dritte Seite" und das Deckblatt (bzw. Inhalts- oder Anlagenverzeichnis) ist auch dezent getöntes Papier in grau oder beige möglich. Verwenden Sie DIN A4 Format. Die richtige Papierstärke, um allzu starkes Knittern zu vermeiden, ist 80, besser 100g/m2; für Fotokopien 70, besser 80 g/m2.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Anlagen sauber und gerade kopiert sind (keine schwarzen Seitenränder oder abgeschnittene Zeilen!). Die Unterlagen selbst sollte natürlich sauber, fleckenlos und knitterfrei in einer ansprechenden handlichen Mappe präsentiert werden. Achten Sie beim Ausdruck darauf, dass es keine unschönen Seitenumbrüche gibt, der Tintenstrahldrucker nicht schmiert oder auf der letzten Seite seinen Geist aufgibt.
  • Geben Sie dem so genannten "Flattersatz" den Vorzug vor dem Blocksatz. Er wirkt lebendiger. Lassen Sie auf der linken Seite einen Rand von 4 cm, auf der rechten Seite einen Rand von 3 cm. Gliedern Sie Ihren Text in ansprechende, nicht zu lange Absätze, um einen guten Überblick zu gewährleisten.
  • Das Anschreiben gehört lose auf Ihre Bewerbungsmappe.
  • Sortieren Sie Ihre Anlagen nach Aktualität und Aussagekraft. Wenn Sie Berufsanfänger sind, sollten Sie Ihr Abschlusszeugnis direkt nach dem Lebenslauf oder der "dritten Seite" einsortieren. Alle anderen Zeugnisse kommen chronologisch dahinter. Achten Sie darauf, dass sie alle einen Bezug zum Stellenprofil haben.
  • Schreiben Sie jede Bewerbung individuell. Jede Stellenanzeige hat andere Anforderungen, auch wenn sie aus derselben Branche stammen.
  • Vergessen Sie Ihre Unterschrift nicht. Sie gehört unter das Anschreiben, den Lebenslauf und die "dritte Seite". Unterschreiben Sie mit königsblauer Tinte und leserlich.

Tipp: Lassen Sie Freunde oder Bekannte Ihre Bewerbung Korrektur lesen. Sie sehen Rechtschreibfehler, Widersprüche und logische Ungereimtheiten sofort, weil sie objektiver sind als Sie. Außerdem können sie Ihnen sagen, ob Ihre Bewerbung zu Ihnen passt und Sie sich gut verkauft haben.



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