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Porträt eines in die Schweiz vermittelten Arbeitnehmers

Doreen Kahnert, 23, Servicefachkraft, und Felix Brandenburger, 21, als Koch und Servicefachkraft in die Schweiz

„Einfach mal raus"

Gelernte Hotelfachfrau ist sie, gelernter Koch er. Zusammen sind Doreen Kahnert (23) und Felix Brandenburger (21) ein Paar und gehen gemeinsam für ein halbes Jahr als Servicefachkraft und Koch in die Schweiz. Das Sporthotel Bergün ist ein Viersternehotel und nach Renovierung erst seit Dezember 2006 wieder geöffnet.

Eigentlich wollen sie beide Ernährungswissenschaft studieren, doch dieses Jahr wurden sie an der Uni nicht genommen. Was also tun? Rumsitzen ist ihre Sache nicht. Also machten sie sich auf die Suche nach Stellen in ihrem angestammten Beruf. Bei der Internet-Recherche in Stellenbörsen und Jobdatenbanken stießen sie immer wieder auf den Satz: Bewerbungen bitte über die ZIHOGA. Die ZIHOGA ist die Fachvermittlung für Hotel- und Gaststättenpersonal in der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung. Doreen Kahnert wollte sowieso „mal raus aus Deutschland". Diese Idee begeisterte auch ihren Partner. Also nahmen Doreen Kahnert und Felix Brandenburger zu den Vermittlern der ZIHOGA Kontakt auf. Für beide stand vorher schon fest: Wir treten nur gemeinsam eine Stelle an. Außerdem entschieden sie sich für die Schweiz, „denn die ist nicht so weit weg von zu Hause".

Die Vermittlerin der ZIHOGA signalisierte den beiden zwar, dass Paarvermittlung grundsätzlich schwierig sei. Doch die jungen Leute schrieben etliche Hotels an und hatten Glück. Schließlich reisten sie für zwei Auswahlgespräche in die Schweiz. Im Sporthotel fühlten sie sich sofort wohl. Schon beim Betreten spürten beide die entspannte Atmosphäre und ihnen war klar: „Hier würden wir gerne arbeiten." Seit Ende November ist dieser Wunsch wahr geworden.

Im Sporthotel arbeiten beide zunächst im Restaurant, Felix Brandenburger unterstützt zusätzlich noch die Köche. Nach einem Monat entscheidet sich, in welchem Bereich sie danach beschäftigt sein werden. Was hat beide dazu bewogen, ins Ausland zu gehen? „Hier in Ostdeutschland ist es schwierig, Arbeit zu finden. Dazu kommen das nicht gerade üppige Gehalt und viele unbezahlte Überstunden." In der Schweiz sei das anders. Aber das Geld allein war nicht der ausschlaggebende Grund. Für beide geht es auch darum, Erfahrungen zu sammeln, den Horizont zu erweitern und, „wenn wir doch länger bleiben sollten", beruflich aufzusteigen. Beide haben gerne Kontakt mit Menschen und mögen den Service-Bereich.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit. Bundesagentur für Arbeit