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Porträt eines nach Mexiko vermittelten Arbeitnehmers

Evelyn Kauer, 23, Rezeptionistin in Mexiko

Jobsuche leicht gemacht

„Wer beruflich vorwärts kommen will, der sollte ins Ausland gehen." Dieser Ansicht ist Evelyn Kauer (23). Sie geht diesen Weg konsequent. Ab Januar 2007 ist die gelernte Hotelfachfrau in Mexiko und arbeitet bis August im Hotel „Dreams" im Bezirk Los Cabos an der Rezeption.

Los Cabos liegt auf einer Halbinsel am Golf von Kalifornien. Hotelressorts reihen sich aneinander. Auch das „Dreams" gehört dazu. Dass Evelyn Kauer kaum Spanisch kann, stört den Hotelmanager nicht. „Hier steigen meist Amerikaner ab. Ihm war wichtig, dass ich fließend Englisch sprechen kann." Und das kann sie. Nach ihrer Ausbildung in Frankfurt wollte sie ins Ausland. Für einen Hoteljob konnte sie noch nicht gut genug Englisch. Also reiste sie im Rahmen des „Work and Travel"-Programms - junge Leute können bis zu zwölf Monate in verschiedenen Ländern Leben und Arbeiten - nach Australien, lernte Land und Leute kennen und verbesserte ihre Sprachkenntnisse. Anschließend absolvierte sie in Südafrika ein dreimonatiges Praktikum in einem Fünfsternehotel. Da es dort nur zehn Zimmer gibt, ist jede Angestellte und jeder Angestellte persönlicher Ansprechpartner für den Gast, der ihn von der Ankunft bis zur Abreise betreut. „Diese individuelle Betreuung verlangt Kenntnisse in allen Bereichen. Das erweitert den beruflichen Horizont enorm", erzählt Evelyn Kauer.

Während dieser Zeit hat sie Kontakt zur ZIHOGA aufgenommen, der Fachvermittlung für Hotel- und Gaststättenpersonal in der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung. Ihr Vater hatte sie auf die Idee gebracht. „Für Südafrika bin ich über eine Agentur gegangen, die für die Vermittlung viel Geld verlangt hat. Und das für eine Praktikumsstelle, bei der ich nichts verdient habe." Bei den Vermittlerinnen und Vermittlern der ZIHOGA hat sie sich sehr gut aufgehoben gefühlt. „Das war eine professionelle Rundumbetreuung. Ich musste nur die leicht verständlichen Formulare ausfüllen und zum Beispiel angeben, in welchem Land ich gerne arbeiten möchte und welche Sprachkenntnisse ich habe. Den Rest haben die ZIHOGA-Vermittlerinnen und -Vermittler dann für mich erledigt." Der Kontakt lief ausschließlich per E-Mail. Das klappte alles so reibungslos, dass sie fast nahtlos von Südafrika nach Mexiko gehen konnte.

Nach einem dreiviertel Jahr, so lange geht ihr Vertrag, beginnt sie das Studium. Hotelmanagement wird sie studieren. „Ich will mich weiterentwickeln und schneller beruflich aufsteigen. Meiner Meinung nach geht das am besten mit einem Studium und natürlich mit Auslandsaufenthalten." Während des Studiums ist deshalb ein Auslandspraktikum vorgeschrieben.

Die Hotelwelt mag sie. „Die unregelmäßigen Arbeitszeiten machen mir nichts aus. Dafür habe ich dann mal unter der Woche frei. Außerdem mag ich die Vielseitigkeit des Berufs. Nebenbei lerne ich die Welt kennen."

Nach dem dreijährigen Studium wird sie sich wieder auf Jobsuche begeben. „Bestimmt wieder mit der ZIHOGA, denn die Vermittlung läuft unkompliziert ab." Daher hat sie die Vermittlung auch ihren ehemaligen Frankfurter Kolleginnen und Kollegen empfohlen. „Einfacher geht die Jobsuche nicht."

Mit freundlicher Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit. Bundesagentur für Arbeit