Azubi-Profil: Die Sportlerin

Jesica Sterczyk

In ihrer Kindheit hat Jesica Sterczyk (18) hart Eiskunstlauf trainiert, darunter litten die schulischen Leistungen. Doch als sie die Wahl zwischen der Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft und einem Ausbildungsplatz hatte, entschied sich die Hauptschülerin für eine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe im Hamburger Restaurant Trude. Die Ausbildungsstelle hatte ihr die Hamburger Jugendbildung besorgt. Zuvor hatte Jesica Sterczyk in einer Bäckerei gearbeitet und in einer Krankenkasse ein Praktikum absolviert. „Dort saß ich aber nur am PC“, erzählt sie.

Nach einem einwöchigen Praktikum im Restaurant bekam sie den Ausbildungsplatz. Ihr gefällt die Harmonie im Team. Besonders interessant findet die Servicekraft die Vorbereitung von Veranstaltungen und das Bankettgeschäft. „Ich finde es toll, wenn die Gäste zufrieden sind und wiederkommen“, fügt die Auszubildende hinzu. Die Arbeitszeiten empfand die Hamburgerin anfangs als lang. Auch an die Disziplin seien ganz andere Anforderungen gestellt worden als in der Schule. Den nötigen Biss bringt Sterczyk aus dem Eiskunstlauf mit. „In dem Sport muss man ehrgeizig sein und Kraft haben“, sagt sie.

Bei den Hamburger Jugendmeisterschaften erreichte Sterczyk unter den Fachkräften im Gastgewerbe den zweiten Platz.

Kurz vor dem Ende der zweijährigen Ausbildung hat sie den Realschulabschluss mit der Note 2 geschafft. Nach der ersten Lehre will sie noch eine Ausbildung zur Hotelfachfrau anhängen. Ihr Wunsch: „Ich möchte auf Passagierschiffen und im Ausland arbeiten.“ hh




Autor: Helmut Heigert
Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2010/534, Seite A2